Aktuelle Termine und Informationen

Die nächsten kreisinternen Termine

Heute vor 25 Jahren ...

16.06.2021

Brunne, Frank

... begann der heute 52-jährige Frank Brunne seine Schiedsrichtertätigkeit im Kreis Lüdenscheid. Nachdem sein Heimatverein, der RSV Listertal 2008 vom Kreis Lüdenscheid in den Kreis Olpe wechselte, blieb er zunächst noch bis 2012 im Kreis Lüdenscheid aktiv. 
 
2012 wechselte Frank Brunne dann schließlich auch in den Kreis Olpe (wieder zum RSV Listertal), wo er sich als Schiedsrichter - wie er sagt - gut aufgehoben fühlt. Frank Brunne leitet aktuell Spiele bis in die Kreisliga A. 
 
Wir sagen DANKE Frank Brunne für 25 Jahre Schiedsrichtertätigkeit und wünschen uns, dass er noch viele Jahre als Schiedsrichter für uns tätig sein wird.

Heute vor 30 Jahren ...

15.06.2021

Hinz, Stephan

... legte unser Schiedsrichterkollege und Freund Stephan Hinz im Kreis Berg (Fußballverband Mittelrhein) seine Schiedsrichterprüfung ab.
 
Im Jahr 2016 verlegte er seinen Lebensmittelpunk nach Oberelspe und schloss sich dem dortigen Verein, dem SV Oberelspe an. Neben seiner Tätigkeit als Schiedsrichter und Schiedsrichterassist war Stephan Hinz auch als S in der Futsal-Mittelrheinliga aktiv.
 
Wir sagen DANKE Stephan Hinz für 30 Jahre Schiedsrichtertätigkeit und wünschen uns, dass er uns noch viele Jahre als Schiedsrichter erhalten bleibt.

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Nächster Schiedsrichter - Neulingskurs

12.06.2021

Föhrdes2

Werde auch Du ein(e) „Schiedsrichter*in aus Leidenschaft“ im Kreis Olpe und trage vielleicht schon bald wie unser(e) Spitzenschiedsrichter*in Sandra Föhrdes und Thorben Siewer das begehrte Logo des DFB auf der Brust.

Datum: 
Uhrzeit: 
Ort: 

Anmeldung und Infos:

Samstag, 28.08.2021
08:30 Uhr - 18:00 Uhr
Sportanlage FSV Gerlingen

Biebergstraße, 57482 Gerlingen
KSA - Mitglied Sebastian Weber
Tel.: +49 177 2915819
sebastian.weber@flvw.de

Weitere Informationen, die Ihnen einen Überblick geben, was es bedeutet, ein(e) „Schiedsrichter*in aus Leidenschaft“ im Kreis Olpe zu sein, finden Sie hier.

Patrick Ittrich
Bundesliga - Schiedsrichter

Deniz Aytekin
FIFA - Schiedsrichter

Leonhard Wolff in die Junioren-Bundesliga aufgestiegen

06.06.2021

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Nachdem nun auch der DFB seine Entscheidungen über die Auf- und Abstiege in den DFB-Ligen bekannt gegeben hat, gibt es erneut große Freude im Schiedsrichterwesen des Kreises Olpe.

Nach Christian Buschmann von RW Lennestadt Grevenbrück (Aufstieg in die Westfalenliga) wurde nun auch Leonhard Wolff vom TV Rönkhausen der Aufstieg gewährt. Leonhard Wolff wurde für die kommende Saison in den Pool der Schiedsrichterassistenten der Junioren-Bundesligen berufen.

Neben der Berufung als SRA in die Junioren-Bundesligen hat der Verbandsschiedsrichterausschuss den Kollegen auch in das Perspektivteam des Verbandes aufgenommen. Im Perspektivteam wird er eine noch intensivere Förderung genießen.

Leonhard Wolff begann am 22.09.2016 im Alter von 14 Jahren seine Schiedsrichterlaufbahn und hat nun mit seinen gerade mal 19 Jahren schon ein beeindruckendes Ziel erreicht.

Wir gratulieren Leonhard Wolff zu seinem Aufstieg und wünschen ihm, dass er seine neuen Aufgaben genau so souverän bestreitet, wie wir es von ihm gewohnt sind.

Heute vor 30 Jahren ...

05.06.2021

Colak, Hüseyin

... legte unser Schiedsrichterkollege und Freund Hüseyin Colak vom SC Drolshagen an seinem 27. Geburtstag seine Schiedsrichterprüfung ab.
 

Wir sagen DANKE Hüseyin Colak für 30 Jahre Schiedsrichtertätigkeit und gratulieren heute natürlich auch zu seinem 57. Geburtstag.

1991 begann er seine Schiedsrichtertätigkeit beim TuS Belmicke bevor er im Jahr 2010 den Landesverband wechselte und sich der Schiedsrichtervereinigung Olpe anschloss.

Heute vor 10 Jahren ...

25.05.2021

... haben gleich sechs Schiedsrichter ihr Prüfung abgelegt, die heute noch aktiv im Einsatz sind.

Wir gratulieren den Kollegen zum 10-jährigen Schiedsrichter-jubiläum und sagen HERZLICHEN DANK! Die Schiedsrichter-vereinigung Olpe wünscht sich, dass sie uns noch lange als Schiedsrichter erhalten bleiben und noch sehr viel Freude an der Schiedsrichterei haben. 

Kay Buhs (SF Dünschede)

Christoph Hömberg (SV Fretter)

Marco Jung (SV Brachthausen-Wirme)

Segmusa Khalaf (Vatanspor Meggen)

Daniel Scherer (FC Möllmicke)

Christopher Stolz (FC Kirchhundem)

Christian Buschmann in die Westfalenliga aufgestiegen

23.05.2021

Buschmann

Nachdem sich die Schiedsrichter*innen im Kreis Olpe bereits im vergangenen Jahr über zwei Aufsteiger (Mika Arlitt in die Westfalenliga und Christian Buschmann in die Landesliga) freuen durften, hat der Verbandsschiedsrichterausschuss des FLVW auch nach der abgebrochenen Saison wieder einen Referee aus dem Kreis Olpe "befördert".

Christian Buschmann von RW Lennestadt-Grevenbrück hat den zweiten Aufstieg in Folge perfekt gemacht. Er überzeugte die Verantwortlichen des Verbandes bei der Leitung seiner Landesligaspiele so sehr, dass bei der Aufstiegsentscheidung zur Westfalenliga kein Weg an ihm vorbei ging. Der heute 23-jährige begann seine Karriere am 15.11.2012 im Alter von 14 Jahren.

Wir gratulieren Christian zu seinem Aufstieg und sagen auch den Verantwortlichen des kreisinternen Förderpools Marco Cremer, Thorben Siewer und Regina Gerigk VIELEN DANK für Ihren Einsatz bei der Förderung unserer junger Kollegen. Ohne ihr unglaubliches Engagement wären die Erfolge in den vergangenen Jahren sicher nicht möglich gewesen.

DFB - Schiedsrichterzeitung 03/2021 

10.05.2021

Die Schiedsrichter - Zeitung ist das offizielle Magazin für die Unparteiischen im Deutschen Fußball Bund. Die aktuelle Ausgabe finden Sie hier. Ältere Ausgaben finden Sie auf der Seite des DFB.

Themen der aktuellen Ausgabe:

  • Titelthema: Letztes Kapitel einer großen Karriere

  • Titelthema: Erster Auftritt

  • Titelthema: Lutz Michael Fröhlich: "Große Freude"

  • Panorama: Geisterspiele: Mehr Beachtung für den Referee

  • Regel-Test: Der Mann im Tor

  • Analyse: Fußvergehen: Gelb oder Rot? Mit Videoszenen

  • Porträt: Christina Biehl: "Nie aufgeben, weitermachen!"

  • Lehrwesen: Situative Intelligenz

  • Zeitreise: Abseits ist, wenn...

  • Aus den Verbänden: 1.435 Kilometer für den guten Zweck

  • Vorschau: Werkzeuge für den Re-Start

Die nächste Ausgabe erscheint am 29.06.2021.

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Heute vor 20 Jahren ...

09.05.2021

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... hat die Schiedsrichtervereinigung Olpe mit Aycan Güldiken einen Schiedsrichter gewonnen, der sein Hobby immer noch mit Leidenschaft ausübt.

Am 09.05.2001 legte der heute 47-jährige Aycan Güldiken seine Schiedsrichterprüfung ab und leitet heute Spiele bis zur Kreisliga A. Seinem Verein, dem FC Finnentrop ist er all die Jahre als Schiedsrichter treu geblieben.

Die Schiedsrichtervereinigung Olpe dankt Aycan für seine treuen Dienste an der Pfeife und wünscht sich, dass er noch lange sein Hobby mit viel Freude nachgeht.

Meisterschafts- und Pokalspielsaison auch im Kreis Olpe beendet

   

19.04.2021

Beschluss des Kreisvorstandes

  • Die vom FLVW Kreis Olpe organisierten Meisterschafts- und Pokalwettbewerbe der Spielzeit 2020/2021 im Herren- und Frauenbereich, inklusive Ü-Bereich, werden zum 30.06.2021 beendet, ohne das weitere Spiele durchgeführt werden.

  • Das Spieljahr 2020/2021 bleibt gemäß der Sonderregelung des § 41 Abs. 2b SpO/WDFV in den vom FLVW Kreis Olpe organisierten Meisterschaftswettbewerben im Herren- und Frauenbereich ohne Wertung, da aufgrund der Coronavirus-Pandemie weniger als 50% der Spiele in allen Kreisligen durchgeführt werden können. In der Spielzeit 2020/2021 gibt es keine Meister, Auf- und Absteiger, wobei Zurückziehungen von Mannschaften berücksichtigt werden.

Begründung

In der am 19.04.2021 in Kraft getretenen Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 des Landes NRW (Coronaschutzverordnung NRW) ist bis zum 26.04.2021 der Kontaktsport im Amateursportbereich untersagt. 

 

Selbst wenn durch die daran anschließende Coronaschutzverordnung NRW der Kontaktsport auch im Amateursportbereich ab voraussichtlich 09.05.2021 wieder vollumfänglich möglich wäre, könnte unter Einberechnung einer Vorbereitungszeit von 4 Wochen, die nach Einschätzung von Sportwissenschaftlern vor Wiederaufnahme des Spielbetriebs notwendig ist, möglichst in Mannschaftsstärke und mit Kontaktübungen, um eine Gesundheitsgefährdung/Verletzungsrisiko der Spieler zu vermeiden, die Wiederaufnahme des Spieltriebs frühestens am 12./13.06.2021 erfolgen. In der Kommunikation mit den Vereinen ist deutlich geworden, dass eine Vorbereitungszeit von mindestens 4 Wochen vor einer etwaigen Fortsetzung des Spielbetriebs als unabdingbar angesehen wird, insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass seit dem 02.11.2020 kein Trainingsbetrieb mehr stattgefunden hat.

 

Gemäß § 26 Abs. 1 SpO/WDFV endet das Spieljahr am 30.06. eines jeden Jahres. Die Sonderregelung des § 26 Abs. 1 SpO/WDFV für das Spieljahr 2020/2021 sieht lediglich vor, dass für den Beginn eine abweichende Regelung getroffen werden kann, nicht aber für dessen Ende. 

 

In dem Zeitfenster 12.06.2021 bis zum 30.06.2021 ist es u.a. unter folgenden Gesichtspunkten nicht möglich und insbesondere den Vereinen im Amateursport nicht zumutbar, in allen kreislichen Staffeln 50% der Spiele bis zum 30.06.2021 durchzuführen:

 

  • Meisterschaftsspiele sollen nach § 49 SpO/WDFV in der Regel an Samstagen, Sonn- und Feiertagen angesetzt werden. Aufgrund der möglichen Ausgangsbeschränkungen ab 21:00 h sind Spiele in der Woche nicht realistisch.

  • Eine dauerhafte Berücksichtigung von Wochenspieltagen für die Regelspieltage ist vor dem Hintergrund des sportlichen Wettbewerbs und der privaten und beruflichen Gegebenheiten der Spieler und Mannschaftverantwortlichen unzumutbar.

  • In einzelnen Kreisligen müssen zusätzlich noch Nachholspiele ausgetragen werden, um eine einheitliche Anzahl an Spielen zu erreichen.

  • Es kann zu lokalen Sperrungen von Platzanlagen und zu Trainings- und Spielverboten entsprechend der in der Bund-Länder-Konferenz festgelegten Öffnungsschritte durch die kommunalen Behörden kommen verbunden mit weiteren Beschränkungen bei der Nutzung von Umkleide- und Duschräumen.

  • Bei quarantänebedingten Spielausfällen ist zusätzlich ein 10-14-tägiger Versatz zur Neuterminierung der Spiele zu berücksichtigen.

  • Die infrastrukturellen Rahmenbedingungen einzelner Platzanlagen durch Doppelbelegung von mehreren Vereinen und die Berücksichtigung des Jugendspielbetriebs schränken die Anzahl der durchzuführenden Spiele ein.

  • Ein Spielbetrieb wäre zur Zeit wohl nur unter Ausschluss von Zuschauern möglich, was die Vereine zusätzlich finanziell belasten würde.

 

Ein Moduswechsel gemäß § 38 Abs. 1 SpO/WDFV kommt nicht in Betracht, weil dadurch keine planbare Verbesserung der Situation aus den oben beschriebenen Gründen entstehen würde. Aufgrund der derzeitigen Lage ist es zudem nicht absehbar, wie viele Spiele unter Berücksichtigung der erforderlichen Vorbereitungszeit von vier Wochen bis zum 30.06.2021 durchgeführt werden können. Gegen einen Moduswechsel spricht weiterhin, dass coronabedingte Spielausfälle aus zeitlichen Gründen nicht nachgeholt werden können. Eine sportliche Herbeiführung von Aufsteigern ist daher nicht rechtssicher planbar, weshalb nicht auszuschließen ist, dass der Modus bis zum 30.06.2021 erneut geändert werden muss. Um den Vereinen Planungssicherheit zu geben, ist daher eine Moduswechsel nicht in Betracht zu ziehen.

 

Aus diesen Gründen ist die Spielzeit 2020/2021 zu beenden und eine Wertung gemäß § 41 Abs. 2 SpO/WDFV vorzunehmen. Die Spielzeit 2020/2021 ist daher nicht zu werten, sodass es keine Meister, Auf- und Absteiger gibt. Für Mannschaften, die sich vom Spielbetrieb zurückgezogen haben, gelten hingegen die Regelungen des § 52 SpO/WDFV unverändert.

Meisterschaftssaison im FLVW wird ohne Wertung beendet

   

19.04.2021 FLVW

Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) wird die aktuelle Spielzeit 2020/21 ohne Wertung beenden. Dies betrifft sowohl die laufenden Meisterschaftswettbewerbe der Männer und Frauen inklusive des Ü-Bereichs und Futsal-Ligaspielbetriebs als auch die der Jugend. Darauf verständigten sich das FLVW-Präsidium und die spielleitenden Stellen des Verbands-Fußball-Ausschusses (VFA) und des Verbands-Jugend-Ausschusses (VJA). Die Vorsitzenden der 29 FLVW-Kreise bekräftigten am Samstag im Rahmen der turnusgemäßen Ständigen Konferenz ebenfalls, sich dem Vorgehen des Verbandes anschließen zu wollen und entsprechende formale Schritte einzuleiten. Die Vorsitzenden der Kreis-Jugend-Ausschüsse (KJA) stimmten dem gemeinsamen Vorgehen am Sonntag in einer kurzfristig einberufenen virtuellen Konferenz des Jugendbeirats zu.

Da die für eine sportliche Wertung erforderliche Anzahl an Spielen nicht mehr erreicht werden kann, wird die Spielzeit annulliert. Das heißt, es gibt weder Meister noch Auf- und Absteiger. Gemäß der vor der Saison geänderten Spielordnung bzw. Jugendspielordnung des Westdeutschen Fußballverbandes (WDFV) hätten mindestens 50 Prozent der Spiele einer Staffel ausgetragen werden müssen, um eine Wertung des Wettbewerbs zu erreichen. 

„Spätestens jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem wir einen Schlussstrich ziehen müssen. Angesichts der bundesweiten Notbremsen-Regelung sowie weiter stark steigenden Infektions- und Inzidenzzahlen ist ein realistischer Zeitpunkt für die flächendeckende Wiederaufnahme des Spielbetriebes nicht absehbar. Nach einer Einzelbetrachtung der jeweiligen Staffeln ist es unter Berücksichtigung einer angemessenen Vorbereitungszeit auch rechnerisch nicht mehr möglich, die für eine Wertung erforderliche Anzahl an Partien zu erreichen“, erklärt der für den Amateurfußball verantwortliche FLVW-Vizepräsident Manfred Schnieders, der zusammen mit dem VFA die Staffeln der überkreislichen Spielklassen (Bezirksliga bis Oberliga Westfalen) einzeln ausgewertet hat.

 

Entscheidung im Sinne der Vereine

Auch im Jugendfußball ist eine Saisonfortführung nach einer intensiven Einzelbetrachtung der Staffeln und unter Einbeziehung der pandemischen Lage nach Ansicht des Verbands-Jugend-Ausschusses (VJA) ausgeschlossen. „Wir hoffen zunächst auf einen einheitlichen Rahmen, der unseren Kindern und Jugendlichen zu Bewegung an der frischen Luft verhilft und einen geordneten Trainingsbetrieb ermöglicht“, legen Holger Bellinghoff (FLVW-Vizepräsident Jugend) und der VJA den Fokus auf die Gesundheit der jüngsten Mitglieder. 

Präsident Gundolf Walaschewski sagt: „Uns und vor allem den Vereinen – das haben zahlreiche Gespräche und Nachrichten gezeigt – ist das vielzitierte Ende mit Schrecken weitaus lieber, als sich Woche für Woche vertrösten zu lassen und an den letzten Strohhalm einer Saisonfortführung zu klammern. Mir tut es vor allem für diejenigen Mannschaften leid, die gut in die Saison gestartet sind und womöglich auf einen Aufstieg gehofft hatten“. 

 

Gespräche mit Clubs zu Pokalwettbewerben

Norbert Krevert, Vorsitzender des FLVW-Kreises Münster, ergänzt: „Wir haben in unserem Kreis vor der Saison die Staffelgrößen reduziert. Leider müssen wir feststellen, dass auch in diesen kleinen Staffeln eine Wertung der Spielzeit aussichtslos erscheint. Da wir die Saison nicht auf Biegen und Brechen durchdrücken möchten, werden wir uns dem Vorgehen des Verbandes anschließen“. 

Noch offen ist die Entscheidung bei den Pokalwettbewerben der Männer (Krombacher Westfalenpokal) und Frauen auf FLVW-Ebene. Die Vertreterinnen und Vertreter der spielleitenden Stellen führen in den nächsten Tagen Gespräche mit allen beteiligten Vereinen. Ziel bleibt es, westfälische Teilnehmer für den DFB-Pokal der Frauen und Männer zu melden.   

FLVW INFORMIERT ZU SPIELBETRIEB UND WETTKAMPFANGEBOT

   

29.03.2021 FLVW

Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) hat den Fahrplan für einen möglichen Re-Start im westfälischen Fußball bekannt gegeben. Aufgrund der am Freitag durch das Land Nordrhein-Westfalen veröffentlichten Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO / in der ab 29. März gültigen Fassung) ist ein Mannschaftstraining im Amateur- und Jugendbereich (15 Jahre und älter) bei günstigem Pandemieverlauf frühestens ab dem 19. April möglich. Aus diesem Grund wird der Verbands-Fußball-Ausschuss (VFA) die Spiele im Krombacher Westfalenpokal bei Wiederaufnahme des Spielbetriebs mit Priorität ansetzen. Im Jugendfußball finden in dieser Saison keine Westfalenpokalwettbewerbe statt und somit liegt der Fokus auf den offenen Meisterschaftsspielen.

„Die neue Coronaschutzverordnung des Landes NRW macht es dem Sport und dem Fußball im Besonderen erneut schwer. Keine einheitlichen Regelungen, Notbremse oder nicht, und damit geöffnete Sportanlagen in der einen und geschlossene Plätze in der anderen Kommune, teilweise bei ähnlichen Inzidenzwerten, lassen Westfalen zu einem Flickenteppich werden“, sieht FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski die aktuelle Situation kritisch: „Aber damit müssen wir nun leben.“ 

„Wir müssen die aktuelle Situation realistisch betrachten und feststellen, dass gerade in den größeren Staffeln nicht genug Spiele bis zum 30. Juni absolviert werden können, um eine Wertung zu erzielen. Deshalb ist es jetzt unser oberstes Ziel, den Vereinen die Möglichkeit zu geben, den Krombacher Westfalenpokal sportlich zu beenden“, erklärt der für den Amateurfußball zuständige FLVW-Vizepräsident Manfred Schnieders und betont, dass dies auch bei einem Wiedereinstieg Mitte bzw. Ende Mai realistisch ist. Ein vorzeitiger Abbruch der Meisterschaftssaison ist aus juristischen Gründen in Westfalen (noch) nicht möglich ist. „Satzungen und Ordnungen lassen dies aktuell nicht zu, weil vor allem in kleineren Staffeln die Chance auf eine Wertung besteht“, so Schnieders.

Anders sieht es da in der westfälischen Leichtathletik aus. „Wir werden nicht mit einem vollumfänglichen Angebot in die Freiluftsaison gehen können. Dazu sind die Planungen von Veranstaltungen unter den notwendigen Hygieneanforderungen zu aufwändig und kostenintensiv. Sollte es die Infektionslage zulassen, ist es aber unser großes Ziel, für alle Altersklassen zumindest ein Meisterschaftsformat anbieten zu können“, betont Peter Westermann, Vizepräsident Leichtathletik. 

Der FLVW hat die Antworten auf die wichtigsten Fragen (FAQ) auf seiner Webseite zusammengefasst.

Internationale Wochen gegen Rassismus: FLVW zeigt Gesicht gegen Rechts

   

24.03.2021 FLVW

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Mit der Kampagne #WirSindUnsEinig setzt der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) ab sofort ein sichtbares Zeichen gegen rechtsextremistische Gewalt auf und rund um die westfälischen Stadien. Mitmachen kann jeder – von Spielerin und Spieler, Schiedsrichterin und Schiedsrichter über Trainerin und Trainer bis hin zum Vereinsvorstand.

„Es ist an der Zeit, sich gegen rechte Hetze zu positionieren“, sagte Präsident Gundolf Walaschewski in der Sitzung der Ständigen Konferenz und erntete vehementes Kopfnicken bei seinen Präsidiumsmitgliedern und den Kreisvorsitzenden. „Wir hatten in den vergangenen Wochen konkrete Fälle rechtsextremer Hetze. Das ist nicht zu entschuldigen, nicht zu tolerieren und erst recht nicht zu erklären. 

Der FLVW steht für Vielfalt, Respekt und Miteinander“, so Präsident Gundolf Walaschewski weiter und verwies auf den Ethik-Codex, der auf dem Verbandstag 2019 einstimmig verabschiedet wurde.

#WirSindUnsEinig ist vor allem als Social Media Kampagne angelegt. Alle, die mitmachen wollen, können sich die Vorlage ausdrucken, ihr Statement gegen Rechts oder für Vielfalt aufschreiben und an presse@flvw.de senden. Die Bilder werden dann auf Facebook und Instagram veröffentlicht. Dies Aktion flankiert die Maßnahmen, die der FLVW in Fällen rechtsextremistischer Gewalt ergreift. Neben den Beratungsangeboten wie Demokratietraining im Verein, kündigte Walaschewski auch das harte Durchgreifen des Verbandssportgerichts an.

Das Foto zeigt unsere Jungschiedsrichterin Joana Weicht vom FC Finnentrop.

50. Einsatz als Schiedsrichter in der 2. Fußball – Bundesliga

   

20.03.2021

Thorben Siewer vom FC Schreibershof leitet heute um 13:00 Uhr in Aue die Begegnung zwischen dem FC Erzgebirge Aue und dem SV Sandhausen. Es ist sein 50. Einsatz als Schiedsrichter in der 2. Fußball - Bundesliga. Unterstützt wird er von den Kollegen  Mitja Stegemann (SRA 1), Fabian Maibaum (SRA 2), Steven Greif (4. Offizieller) Sören Storks (VA) und Felix-Benjamin Schwermer (VA-A).

Begonnen hat Thorben Siewer seine Schiedsrichterkarriere am 21.05.2003 im Alter von 15 Jahren. Sehr schnell war allen im Kreis Olpe und im FLVW klar, dass in Thorben Siewer eine Menge Potential steckt. Mit gerade mal 24 Jahren schaffte er bereits den Sprung auf die DFB – Liste. Am 02.08.2015 war es dann so weit. Sein erstes Zweitligaspiel als Schiedsrichter führte den Unparteiischen nach Sandhausen. Dort leitete er die Begegnung zwischen dem SV Sandhausen und dem heutigen Bundesligisten 1. FC Union Berlin.

Das Spiel endete damals 4:3 für Sandhausen. Im Kicker Sportmagazin bekam er die Note 2 mit dem Kommentar: „Fehlerlose Leistung in einer schwer zu leitenden Begegnung, auch die Elfmeterentscheidung war korrekt.“ Somit ein perfekter Einstand.

Inzwischen gehört unser KSA - Mitglied zu den etablierten Referees in der 2. Fußball – Bundesliga. Neben seinen nun 50 Begegnungen in Liga 2 stand er zudem noch bei 72 Begegnungen in der 3. Liga als Regelhüter auf dem Platz. Als Schiedsrichterassistent kam er bei 49 Spielen in der 2. Bundesliga und bei 57 Spielen in der 1. Bundesliga zum Einsatz. Dazu kommen noch zahlreiche Spiele in der 1. und 2. Bundesliga als 4. Offizieller und als Video – Assistent im Kölner Keller.

Wir wünschen ihm und seinem Team für sein heutige Jubiläumsspiel in Aue alles erdenklich Gute.

DISKRIMINIERUNG: "DÜRFEN NICHT WEGSCHAUEN"

   

18.03.2021

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Die DFB-Landesverbände – darunter auch der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) – haben basierend auf den Handlungsempfehlungen für Gewalt- und Diskriminierungsvorfälle Anlaufstellen eingerichtet. Die Vernetzung und Qualifizierung der 21 Stellen läuft auf Hochtouren. Zudem muss das Angebot bekannter gemacht werden. "Wer unseren Sport liebt, darf nicht wegschauen", sagt Günter Distelrath. Der Präsident des Norddeutschen Fußball-Verbands verantwortet im DFB-Präsidium den Bereich Anti-Diskriminierung.

"Die Meldung von Vorfällen durch die Schiedsrichter und die Ahndung durch die Sportgerichte deckt vieles ab. Aber eben nicht alles. Durch das Netzwerk der Anlaufstellen ist der Fußball nun noch stärker aufgestellt. Wer einen Vorfall von Gewalt, Diskriminierung, Rassismus oder Extremismus erlebt, der soll – und muss eigentlich – eine Meldung bei der Anlaufstelle seines Landesverbands abgeben."

Seit einem ersten Vernetzungstreffen im Sommer fanden drei digitale Fachaustausche statt. Themenschwerpunkte waren Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus. "Wir hatten nur wenige Wochen Spielbetrieb, bevor der zweite Lockdown griff. Trotzdem kamen einige Anfragen rein", erzählt Felix Agostini, der die Anlaufstelle des Niedersächsischen Fußballverbands besetzt. "Ein Verein bat nach Vorfällen bei einer Hinrunden-Partie um Beratung, wie man vor dem Rückspiel deeskalierend handeln könnte." Auch Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter hätten den Austausch gesucht. Die spielfreie Zeit, sagt Agostini, wolle man nutzen, um die Anlaufstelle bekannter zu machen.

Bei den Fachaustauschen werden die Anlaufstellen auch gezielt mit Expertinnen und Experten und Fachstellen vernetzt. Die Sportprojekte des Programms "Zusammenhalt durch Teilhabe" sind seit dem ersten Fachaustausch dabei. Den zweiten Fachaustausch zum Antisemitismus führte das MAKKABI-Projekt "Kein Platz für Antisemitismus auf deutschen Sportplätzen" federführend durch. Beim Thema Rechtsextremismus wurden die Amadeu Antonio-Stiftung und die Kompetenzgruppe für Fankulturen & Sport bezogene Soziale Arbeit (KoFaS) hinzugezogen.

 

Auch Zuschauer können Diskriminierung melden

 

Die Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter meldeten für die Saison 2019/2020 lediglich bei 0,45 Prozent aller bundesweit erfassten Spiele einen Gewalt- oder Diskriminierungsvorfall. Bei den Landesverbands-Anlaufstellen sollen insbesondere alle Vorfälle, die nicht in den Spielbericht eingehen konnten, zum Beispiel auch Gewalt- oder Diskriminierungsvorfälle nach dem Spiel und abseits des Platzes, gemeldet werden. Das gibt auch weiteren Vereinsverantwortlichen und Zuschauer die Möglichkeit, Vorfälle zu melden.

Der DFB und seine Landesverbände erhoffen sich, so schneller und häufiger Kenntnis von Vorfällen zu erhalten, um diese adäquat bearbeiten und Betroffene unterstützen zu können. Mit dem gesteigerten Wissen aus der Praxis sollen dann zum einen die alternativen Sanktionsmöglichkeiten gemeinsam mit der Sportgerichtsbarkeit ausgebaut und zum anderen die Präventionsmaßnahmen angepasst werden.

 

Bei Gewaltvorfällen ist Alexander Lüggert für westfälische Vereine, Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter sowie Funktionärinnen und Funktionäre per E-Mail (alexander.lueggert@flvw.de) und unter der Telefonnummer (02307) 371 244 zu erreichen.

Int. Wochen gegen Rassismus: Westfalensport-Stiftung ruft zum Mitmachen auf

   

15.03.2021

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Der 21. März ist der »Internationale Tag für die Beseitigung rassistischer Diskriminierung« der Vereinten Nationen und mahnt an das »Massaker von Sharpeville«, bei dem die südafrikanische Polizei am 21. März 1960 im Township Sharpeville 69 friedlich Demonstrierende erschoss. In Deutschland und in ganz Europa finden jährlich mehrere tausend Veranstaltungen im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus statt, die Zeichen setzen gegen Rassismus und für eine friedliche und weltoffene Gesellschaft.

Rassismus hat viele Gesichter

 

■ Rassismus zielt nicht nur auf Herkunft und Hautfarbe … sondern richtet sich auch gegen Religionen, Kulturen, Weltanschauungen, sexuelle Identität, Geschlecht, Behinderung oder Alter

 

■ Rassismus ist kein weit entferntes Phänomen, das nur anderswo stattfindet … sondern ist tägliche Realität auch bei uns in Deutschland und Europa.

 

■ Rassismus wird nicht nur von »den anderen« ausgeübt … sondern auch wir selbst sind nicht frei von Vorurteilen und Ressentiments gegenüber anderen Menschen und Gruppen.

Rassismus ist alltäglich

 

■ einem Schwarzen wird die Mitgliedschaft in einem Fitness-Studio verweigert,

 

■ ein Bewerber mit ausländisch klingendem Nachnamen erhält keinen Wohnungsbesichtigungstermin,

 

■ eine muslimische Bewerberin wird auf Grund ihres Kopftuches für einen Arbeitsplatz abgelehnt.

Rassismus ist verletzend

 

■ Opfer von Rassismus werden nicht als Individuum angesehen, sondern pauschal als Mitglied einer Gruppe (»die Schwarzen«, »die Juden«, »die Muslime«, »die Roma«).

 

■ Sie werden automatisch als fremd und nicht zugehörig betrachtet und können an der Gesellschaft nicht gleichberechtigt teilhaben.

 

■ Ihnen wird durch ihr eigenes Verhalten eine Mitschuld an den rassistischen Angriffen zugesprochen.

 

Gegen Rassismus aktiv werden

 

Jedes persönliche Engagement kann etwas verändern! Nutzen Sie die vielfältigen Möglichkeiten, gegen Rassismus und Ausgrenzung aktiv zu werden.

Wir im Kreis Olpe sagen NEIN zu Rassismus!

Kreisschiedsrichterausschuss beruft zwei neue Schiedsrichter in die Bezirksliga

20.02.2021

Valk

Mit Lukas Valk vom SV Rothemühle 1959 e.V. schafft einer unserer jüngsten Schiedsrichter den Sprung in die Bezirksliga. Lukas, der im vergangenen Oktober seinen 16. Geburtstag feierte, überzeugte bereits in seiner ersten Senioren-Saison den Kreisschiedsrichterausschuss und wurde bereits nach kurzer Zeit mit Spielen in der Kreisliga A betraut.

 

Marco Cremer (Vorsitzender des KSA): „Die Bezirksliga ist eine sehr anspruchsvolle Spielklasse und wir sind uns der Verantwortung gegenüber Vereinen und auch den jungen Schiedsrichtern bewusst. Wenn wir einen so jungen Schiedsrichter für diese Spielklasse nominieren, sind wir uneingeschränkt davon überzeugt, dass er das Zeug dazu hat. Lukas ist ein sehr großes Talent, der extrem hohen Fußballsachverstand und große Entscheidungsfreudigkeit besitzt. Wir werden ihn behutsam aufbauen und an andere Aufgaben heranführen.“

 

Daniel Kellermann vom FC Kirchhundem 1946 e.V. ist der zweite Neuling. Er ist 25 Jahre alt und erst seit 2,5 Jahren Schiedsrichter. „Daniel ist im höchsten Maße engagiert und hat sich kontinuierlich weiter verbessert. Hierbei ist er extrem selbstkritisch und reflektiert.“ 

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Wir trauern um die  Schiedsrichter Hubert Leowald und Linus Kliemann

31.01.2021

In diesem Monat muss die Schiedsrichtervereinigung Olpe von zwei langjährigen Schiedsrichterkollegen Abschied nehmen. Viele von uns durften beide ein Stück auf Ihren Wegen begleiten.

Am 17.01.2021 verstarb Hubert Leowald aus Attendorn im Alter von 83 Jahren. Hubert Leowald gehörte der Schiedsrichtervereinigung Olpe seit dem 18.04.1970 an. Im vergangenen Jahr konnte er somit sein 50-jähriges Schiedsrichterjubiläum feiern. Er war all die Jahre als Schiedsrichter für den SC Listernohl tätig.

Linus Kliemann aus Listerscheid ging am 23.01.2021 von uns. Am 27.05.1965 legte Linus Kliemann seine Schiedsrichterprüfung ab und gehörte im vergangenen Jahr ebenfalls zu den Jubilaren. 55 Jahre gehörte er der Schiedsrichtervereinigung Olpe an. Sein Heimatverein war der SV Listerscheid. Linus Kliemann wurde 87 Jahre alt.

Die Schiedsrichter*innen aus dem Kreis Olpe werden Hubert Leowald und Linus Kliemann ein ehrendes Andenken bewahren.

 

Unsere Anteilnahme gilt ihren Familie.

DIE GELBE UND ROTE KARTE WERDEN 50

22.01.2021 DFB

Sie gehört zum Fußball wie der Stollenschuh und die Eckfahne, und doch war sie nicht immer da: die Gelbe Karte. Am 12. Januar 1971 wurde sie vom DFB-Spielausschuss in der Bundesliga und den damals zweitklassigen Regionalligen zunächst probeweise für eine halbe Saison eingeführt - und auf den Tag genau heute vor 50 Jahren erstmals in der Bundesliga gezückt.

Es traf den Duisburger Hannes Linßen in der Freitagabendpartie des MSV bei RW Oberhausen. Angeblich zu Unrecht, Schiedsrichter Horst Bonacker soll ihn verwechselt haben mit Djordje Pavlic. Vollständig aufklären lässt sich das nicht mehr. Die Spielberichtsbogen sind nicht erhalten, und die Sportpresse hatte noch ihre Schwierigkeiten mit dem neuen Instrument, das im Übrigen keine Regeländerung darstellte, sondern nur ein Schritt in Richtung Moderne war.

Nun wussten alle Spieler, Kommentatoren und Zuschauer auch Bescheid, wenn der Schiedsrichter jemanden verwarnt hatte. Verwarnungen gab es schon immer, bloß wurden sie zuvor nur mündlich ausgesprochen. Wie auch Platzverweise, für die es ebenfalls ab der Rückrunde 1970/1971 eine Karte gab - die Rote. Sie feierte am 3. April 1971 Bundesligapremiere, es erwischte Frankfurts Nationalspieler Friedel Lutz.

 

Als Ken Aston an der Ampel stand

Die Farbe kam übrigens erst ins Spiel, weil sich bei der WM 1966 in England vor aller Augen groteske Szenen abspielten, die der Fan ansonsten nur von seinem Dorfplatz kannte. Ein des Feldes verwiesener Spieler ging einfach nicht runter - so geschehen bei der Partie Argentinien gegen England, die der Deutsche Rudolf Kreitlein leitete. Kreitlein rief schließlich Polizisten zu Hilfe, die den argentinischen Kapitän Antonio Rattin, der minutenlang nach einem Dolmetscher verlangt hatte, quasi abführten. Es war ein Skandal mit Folgen.

Am Abend der Partie stand der FIFA-Schiedsrichterbetreuer Ken Aston in London wieder mal zwei Stunden im Stau und hatte ausführlich Gelegenheit, sich das Prinzip der Ampeln zu vergegenwärtigen. In der Kensington Street kam ihm die Erleuchtung, wie das Akzeptanzproblem der Schiedsrichter zu lösen sei: "Yellow take it easy, red stop, you are off!" Der Fußball bekam seine Signalfarben, die heute alle Welt kennt und die im Alltagsleben ebenso gebräuchlich sind.

Aston erzählte Kreitlein von seiner Idee am nächsten Tag, der machte eine Eingabe bei der FIFA. Deren Regelboard beriet drei Jahre und gab die Idee zur WM 1970 zur Umsetzung frei. Da das Experiment als gelungen betrachtet wurde, kamen auch die Nationalverbände auf den Geschmack. Noch zu kurzfristig für den Saisonstart 1970/1971 zwar, aber in der Winterpause nahmen die Dinge beim DFB ihren Lauf.

 

Gelb-Premiere schafft es zu "Wer wird Millionär?"

Die Regionalliga Südwest, die schon am 9. Januar 1971 startete, war der Pionier auf deutschem Boden, hier gab es die ersten Verwarnungen. Die Sünder wurden aber zumindest im Kicker nicht verzeichnet - und so war es auch zum Start in die Rückserie der Bundesliga, auf den sich die Schiedsrichter auf einer Tagung in Frankfurt am 16. Januar 1971 vorbereiteten. Dennoch gibt es einen Beleg für die Verwarnung an Hannes Linßen: Die regionale WAZ notierte damals den historischen Moment, angeblich war es nach einem Foul an Franz Krauthausen.

Ob es die Karte dafür oder für die Proteste gab, bleibt im Ungefähren, auch Linßen weiß das 50 Jahre später nicht aufzuklären. Der langjährige Zweitligatrainer kann sich an vieles in diesem Spiel erinnern, auch dass ihn DFB-Trainer Jupp Derwall beobachtete und wegen seiner starken Leistung beim 2:0-Auswärtssieg zum Juniorenländerspiel nach Albanien mitnahm, "aber dass ich der erste Gelbsünder war, das habe ich nur später immer mal wieder gehört."

Zuletzt vor zwei Jahren wieder, als er im TV-Sessel saß und "Wer wird Millionär?" guckte. Nachdem ein Kandidat sich mit 16.000 Euro zufrieden gegeben hatte, wollte Jauch diesen noch etwas kitzeln und zeigte ihm zum Spaß die 500.000 Euro-Frage. Plötzlich leuchtete Linßens Name auf dem Bildschirm, und "ich bekam einen Schreck, ich dachte zunächst, es wird nach mir gefahndet wie bei Aktenzeichen XY." Doch es ging nur um Linßens Pioniertat. Es gab mehrere Antwortmöglichkeiten, die richtige wäre die erste Gelbe Karte der Bundesliga gewesen. Kurios, dass sich die Redaktion sicherer war als der "Täter", der es eben "nicht sicher gewusst" hätte.

 

Dank Walter Frosch: Gelbsperre kommt 1979

Da die Karten im Gegensatz zu den mündlichen Verwarnungen zu Oberligazeiten keine Spielsperren nach sich zogen - damals musste man nach der dritten einmal aussetzen -, wurden sie in der Presse kaum registriert. Weshalb sich die Gesamtzahl nicht mehr ermitteln lässt, nur eine Untergrenze: Die Zahl aller im Fachblatt Kicker erwähnten Karten in der Bundesliga beläuft sich auf 48.879, davon 46.586 Gelbe. Die Dunkelziffer ist höher, wahrscheinlich steht die 50.000. Karte unmittelbar bevor.

Wie ging es nach dem Probehalbjahr weiter? Schon bald gab es Stimmen, die eine Aufwertung der Gelben Karte forderten. Sie habe ihre abschreckende Wirkung verloren, kommentierte der Kicker im August 1971 anlässlich von zehn Verwarnungen bei einem Aufstiegsrundenspiel. Das Fachblatt forderte: "Führt wieder die Regelung ein, dass drei Verwarnungen eine automatische Spielsperre nach sich ziehen. Macht Gelb wieder zur wirklich 'gelben Gefahr'!"

Der Legende nach war es der Zweitligaspieler von St. Pauli, Walter Frosch, der in der Saison 1976/1977 mit 18 Verwarnungen den letzten Anstoß zur Einführung der Gelbsperre gab. Sie kam ab der Saison 1979/1980 in den Profifußball, zunächst ab vier Gelben gab es eine Spielsperre. Die Ersten waren Braunschweigs Wolfgang Grobe und Gladbachs Jürgen Fleer. Die Kartenflut konnte das nur kurz eindämmen, ab 1982/1983 stieg sie wieder rasant an, und 1990/1991 wurde die 1000er-Grenze genommen.

 

Gelb-Rot ab 1991

Der DFB reagierte mit Einführung der Gelb-Roten Karte zur Saison 1991/1992. Wer sie erhielt, wurde nur ein Spiel gesperrt - dafür wurde die Gelbsperre vorübergehend abgeschafft. Ab 1993/1994 war die Gelbsperre wieder da, nun musste ein Spieler nach der fünften Verwarnung einmal aussetzen - so ist es immer noch.

Danach gab es noch manche Modifizierung in der Frage, wofür Gelb gezückt werden müsse (zum Beispiel bei Rudelbildung) oder gar Rot (ab 1990/1991 für Notbremse). Um die Berechtigung so mancher Karte wurde immer gestritten, aber ihre Bedeutung ist seit 50 Jahren gleich: Gelb take it easy, Rot stop, you are off!

Exklusiver Einblick ins Video - Assist - Center in Köln

 

02.01.2021 (DFB 20.02.2019)

Nachdem wir Ihnen bereits am 01.10.2020 Einblicke in die Arbeit und das Leben eines FIFA - Schiedsrichters gewährt haben, möchten wir Ihnen heute exklusive Einblicke in das Video-Assist-Center in Köln und in die Zusammenarbeit zwischen Schiedsrichtergespann im Stadion und dem Video-Assistenten im Video-Assist-Center geben.

 

Zwei Stunden vor den jeweiligen Spielen beginnt im Video-Assist-Center in Köln die Arbeit. Dann heißt es Arbeitsplatz checken, Signale überprüfen und Kommunikationskanäle testen.